Skyline von Frankfurt am Main
Eine Tour zu den bedeutendsten Wolkenkratzern im Zentrum der hessischen Stadt
Die Skyline von Frankfurt am Main ist eines der markantesten Merkmale des Stadtbildes. Sie stellt in Europa einen Sonderfall dar, da sie eine große Anzahl von Hochhäusern, vorwiegend für Finanz-, Büro- und Gewerbezwecke, auf relativ kleinem Raum konzentriert.

Die vertikale Entwicklung Frankfurts ist eng mit der wirtschaftliche Rolle Die Stadt übernahm die Verantwortung nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Präsenz der Europäischen Zentralbank, der Frankfurter Börse und der Hauptsitze zahlreicher Finanzinstitute begünstigte den Bau immer höherer Gebäude, die sich vor allem im Finanzviertel konzentrierten.
Seit den 1970er Jahren verfolgt die Stadt ein Planungssystem, das bestimmte Gebiete für Hochhäuser ausweist und deren Ausbreitung im historischen Stadtbild begrenzt. Dadurch ist eine Skyline entstanden, die sich stetig weiterentwickelt und Gebäude aus verschiedenen Epochen und von internationalen Architekturbüros vereint. Aus diesem Grund wird Frankfurt oft scherzhaft „Mainhattan“ genannt – eine Anspielung auf den Main und die für Manhattan typische Dichte an Wolkenkratzern.
Die Beziehung zur Stadt und zum Fluss

Einer der offensichtlichsten Aspekte der Skyline von Frankfurt am Main Es ist ein Dialog mit dem Freiraum. Der Blick vom Ufer des Mains verdeutlicht den Kontrast zwischen der vertikalen Silhouette der Wolkenkratzer und den Parks, Bäumen und Uferpromenaden. Auf Straßenebene tragen Plätze, Fußgängerzonen und Geschäftsfassaden dazu bei, das Finanzviertel mit dem Rest der Stadt zu verbinden.
Leitfaden zu den wichtigsten Wolkenkratzern
Nachfolgend finden Sie eine kurze Übersicht der Wolkenkratzer, die die Frankfurter Skyline prägen, damit Sie sich beim Betrachten der Galerie leichter orientieren können:

Commerzbank-Turm
Designer: Foster + Partners
Entstehungsjahr: 1997
Mit einer Höhe von 259 Metern (300 Meter inklusive Antenne) ist der Commerzbank Tower eines der markantesten Wahrzeichen der Frankfurter Skyline. Das Gebäude zeichnet sich durch seinen dreieckigen Grundriss, das große zentrale Atrium und die über das gesamte Gebäude verteilten Dachgärten aus. Diese Maßnahmen verbessern die natürliche Beleuchtung und die Qualität der Büroräume, tragen zur Reduzierung des Energieverbrauchs bei und prägen das Erscheinungsbild des Turms.

Deutsche Bank Zwillingstürme
Designer: Walter Hanig, Heinz Scheid, Johannes Schmidt
Entstehungsjahr: 1984
Die Deutsche Bank Towers sind zwei 155 Meter hohe Zwillings-Bürotürme, in denen sich der Hauptsitz der Deutschen Bank befindet.
Die beiden parallel angeordneten Baukörper mit ihren durchgehenden Glasfassaden gehören zu den markantesten Wahrzeichen der Frankfurter Skyline. Zwischen 2007 und 2011 wurden sie umfassend energetisch saniert, wodurch die Umweltbilanz des Gebäudes verbessert wurde.

Vier Frankfurt
Designer: UNStudio
Entstehungsjahr: 2025
Four Frankfurt ist ein urbaner Komplex aus vier Türmen, die Büros, Wohnungen, Hotels, Einzelhandelsflächen und öffentliche Bereiche vereinen. Das Projekt ersetzt das ehemalige Deutsche-Bank-Areal und sieht ein zur Stadt hin offenes, gemischt genutztes Viertel vor. Die Türme zeichnen sich durch abgerundete Formen und Glasfassaden aus, während der Sockel Plätze, Fußgängerwege und Einzelhandelsflächen beherbergt, die den Komplex harmonisch in das Stadtbild einfügen.

Euroturm
Designer: Richard Heil
Entstehungsjahr: 1977
Der Eurotower ist ein 148 Meter hohes Bürogebäude, das vor allem als Sitz der Europäischen Zentralbank bekannt ist, bis diese 2014 in ihren heutigen Komplex auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle umzog. Der Turm zeichnet sich durch eine schlichte Komposition aus: Zwei seitliche Flügel flankieren den zentralen Kern. Viele Jahre lang war er eines der wichtigsten visuellen und kulturellen Wahrzeichen des Frankfurter Finanzdistrikts.

Omniturm
Designer: BIG – Bjarke Ingels Gruppe
Entstehungsjahr: 2019
Der Omniturm ist ein 190 Meter hohes Mischnutzungsgebäude, das Büros, Wohnungen und Gewerbeflächen vereint. Das markanteste Merkmal des Projekts ist die zentrale Drehung der Fassade, die durch die stufenweise Verschiebung der Wohnetagen erreicht wird. Diese Lösung verändert die Silhouette des Turms und macht das Gebäude in der dichten Frankfurter Skyline sofort erkennbar.

Hauptturm
Designer: Schweger + Partner
Entstehungsjahr: 1999
Der 200 Meter hohe Main Tower ist eines der wichtigsten Bürogebäude Frankfurts. Er besteht aus zwei Hauptbaukörpern: einem zylindrischen Turm und einem rechteckigen Anbau, die miteinander verbunden sind. Im Inneren befinden sich Büros, Fernsehstudios und eine öffentlich zugängliche Panoramaterrasse mit Blick auf die historische Altstadt und das Finanzviertel.

Trianon
Designer: Novotny Mähner Assoziierte (N+M)
Entstehungsjahr: 1993
Das Trianon ist ein 186 Meter hoher Büroturm, erkennbar an seinem dreieckigen Grundriss und dem pyramidenförmigen Dach. Die durchgehende Glasfassade spiegelt die umliegenden Gebäude wider und prägt so das Erscheinungsbild des Finanzviertels. Dank seiner klaren Form und schlanken Proportionen zählt es zu den markantesten Gebäuden der Frankfurter Skyline.

Eurotheum
Designer: Novotny Mähner Associates
Entstehungsjahr: 1999
Das Eurotheum ist ein gemischt genutztes Gebäude, das hauptsächlich Büros und in den oberen Etagen Hochhauswohnungen beherbergt. Mit einer Höhe von 110 Metern zeichnet sich seine Komposition durch überlappende Baukörper und einen zylindrischen Glaskörper aus, der die vertikalen Verbindungen aufnimmt.
Es war einer der ersten Wolkenkratzer in Frankfurt, der Wohnfunktionen in ein überwiegend mit Büros ausgestattetes Gebäude integrierte.

Nextower
Designer: KSP Jürgen Engel Architekten
Entstehungsjahr: 2011
Der Nextower ist ein 136 Meter hoher Büroturm im Herzen des Finanzviertels. Das Projekt zeichnet sich durch seine gegliederten vertikalen Volumen und eine Fassade mit Metallelementen und Glasflächen aus. Das Gebäude ist Teil eines städtebaulichen Sanierungsprojekts, bei dem frühere Bürogebäude durch einen moderneren Komplex ersetzt wurden.

Silberner Turm
Designer: ABB Architekten (Apel, Beckert, Becker)
Entstehungsjahr: 1978
Der als Silberturm bekannte, 166 Meter hohe Zylinderturm war lange Zeit Hauptsitz der Dresdner Bank. Seine geschwungene Form und die Glas-Aluminium-Fassade heben ihn von den umliegenden Gebäuden ab. Ein niedrigerer Baukörper am Sockel vervollständigt den Bürokomplex und definiert dessen Beziehung zum öffentlichen Raum.

Bürohaus an der Alten Oper
Designer: Hubertus von Allwörden, Gerhard Balser, Roger Bundschuh und Rolf Schloen
Entstehungsjahr: 1984
Das Bürogebäude in der Nähe der Alten Oper zählt zu den ersten Beispielen moderner Büroarchitektur im Zentrum Frankfurts. Das Projekt kombiniert einen mit hellen Paneelen verkleideten Baukörper mit einem gläsernen Turm, der die Komposition auflockert. Obwohl es nicht die Höhe aktuellerer Wolkenkratzer erreicht, veranschaulicht es die Anfangsphase der vertikalen Stadtentwicklung Frankfurts.

Opernturm
Designer: Christoph Mäckler Architekten
Entstehungsjahr: 2009
Der Opernturm ist ein 170 Meter hohes Bürogebäude neben der Alten Oper. Sein Entwurf greift die Tradition amerikanischer Wolkenkratzer der 1920er-Jahre auf und zeichnet sich durch progressive Rücksprünge und eine helle Natursteinverkleidung aus. Der Sockel rekonstruiert die historische Stadtfassade und trägt dazu bei, dass sich der Turm harmonisch in seine Umgebung einfügt.
Fotos aufgenommen im Juni 2026