Giuseppe Terragni
„Tradition liegt im Geist, nicht in der Form“
Geburtsort
Italienischer Architekt, Meda, 18. April 1904 – Como, 19. Juli 1943
Giuseppe Terragni Er war ein italienischer Architekt und galt als größter Vertreter des italienischen Rationalismus.
Giuseppe Terragni wurde in Meda als Sohn von Michele, einem Bauunternehmer und Inhaber einer Baufirma, und Emilia Giamminola geboren, die maßgeblich zur Ausbildung des zukünftigen Architekten beitrug. Um die Grundschule und die technische Schule zu besuchen, zog er nach Como, um bei seinen Verwandten mütterlicherseits zu bleiben.
„In ihrem Verhältnis von Fülle und Leere, von schweren Massen und leichten Strukturen vermitteln sie dem Betrachter eine künstlerische Emotion.“
1917 schrieb er sich für ein Physik- und Mathematikstudium am Technischen Institut Como ein und 1921 lernte er Luigi Zuccoli kennen, mit dem er später zusammenarbeiten sollte.
Im Jahr 1921 schloss er sein Studium ab und schrieb sich an der Hochschule für Architektur des Königlichen Technischen Instituts (später Polytechnikum Mailand) ein. 1925 lernte er Pietro Lingeri kennen, mit dem er eine Freundschaft und eine berufliche Zusammenarbeit aufbaute, die ein Leben lang halten sollte. Am 16. November 1926 schloss er sein Studium ab und unterzeichnete einen Monat später zusammen mit Luigi Figini, Adalberto Libera, Gino Pollini, Guido Frette, Sebastiano Larco und Carlo Enrico Rava das erste offizielle Dokument des italienischen Rationalismus. So entstand die Gruppe 7, die in den folgenden Jahren bekannt wurde und sich zur Italienischen Bewegung für rationale Architektur (MIAR) entwickelte. Im Jahr 1927 wurden die vier Artikel, die als Manifest des italienischen Rationalismus gelten, in der Zeitschrift „Rassegna italiana“ veröffentlicht. Terragni ist einer der sieben Unterzeichner dieses Manifests. Bis 1940 war Terragni voll aktiv und hatte viele Werke in Arbeit: das Danteum (in Zusammenarbeit mit Lingeri, eine allegorische Architektur zu Ehren Dante Alighieris, gekennzeichnet durch einen spiralförmigen Weg), das Projekt zur Entwicklung des Cortesella-Viertels (und andere Ergänzungen zum Masterplan) von Como, die Casa del Fascio in Lissone und die raffinierte und komplexe Casa Giuliani Frigerio, sein letztes fertiggestelltes Meisterwerk.
Der Künstler wurde daraufhin zum Militär eingezogen und nach einer kurzen Ausbildung 1941 zunächst nach Jugoslawien und dann nach Russland geschickt. Er kehrte körperlich und psychisch stark geschwächt zurück, ein Zustand, der später zu seinem Tod führen sollte. Seine Geschichte ist eine menschliche: Giuseppe Terragni verbrachte sein ganzes Leben damit, die ethischen und sozialen Konnotationen des Faschismus durch die Architektur in eine demokratische und bürgerliche Sprache zu übersetzen.
Terragni war erst 39 Jahre alt, als er am 19. Juli 1943 auf dem Treppenabsatz des Hauses seiner Verlobten in Como von einer Hirnthrombose heimgesucht wurde.
Quelle: https://it.wikipedia.org/wiki/Giuseppe_Terragni
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